„Wenn es reicht, wäre das sensationell“

Den Frankfurtern gelingt in Berlin ein verdienter und spektakulärer 4:1-Sieg. Erstmals gewinnt die Eintracht gegen Trainer Bruno Labbadia. Nun öffnet sich noch einmal eine interessante Perspektive.

Die Frankfurter Eintracht und der Darmstädter Bruno Labbadia, das ist schon seit vielen Jahren eine ganz spezielle Verbindung in der Fußball-Bundesliga. In allen elf Spielen gegen Frankfurt hatte Trainer Labbadia mit all seinen verschiedenen Teams noch nie verloren, bei fünf Siegen und sechs Unentschieden. Doch am 31. Spieltag der Corona-Saison hat diese Serie in Berlin für Labbadia und die Eintracht ein ziemlich jähes und sehenswertes Ende gefunden – mit einem verdienten und spektakulären 4:1-Sieg der Frankfurter.

Doch neben diesem ganz eigenen hessischen Duell enthielt dieser Erfolg auch noch eine internationale Perspektive: Als Tabellenneunter hat die Eintracht vor den letzten drei Saisonspielen nur noch fünf Punkte Rückstand auf die TSG Hoffenheim und Rang sieben, der zur Qualifikation zur Europa League berechtigt. Eine erstaunliche Entwicklung, nachdem die Eintracht bis zum Spiel in Berlin noch in Richtung Abstiegsplätze geschaut hatte. „Wir müssen erst einmal unsere Hausaufgaben machen – und das ist definitiv machbar“, sagte Torhüter Kevin Trapp mit Blick auf die drei Restaufgaben gegen Schalke 04, beim 1. FC Köln und am letzten Spieltag gegen den SC Paderborn. „Ob es reicht, muss man sehen. Wenn es am Ende reicht, wäre es natürlich sensationell.“

FAZ